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Weltcup Tongyeong

2016-10-22

Zum ersten mal ging es für mich nach Asien. Als erste Station stand für mich der traditionelle Weltcup in Tongyeong im Süden Südkoreas auf dem Programm. Über Tokyo und Busan ging es über zwei Tage gen Osten. Zum Glück können mir lange Reisen und Zeitumstellung nicht so viel anhaben. Topfit ging es also in den Wettkampf.

Das Wasser hat sich kurz vor dem Rennen noch schnell auf 20,2°C erwärmt, sodass wir ohne Neopren schwimmen durften. Nach einem tollen Start konnte ich mich sehr schnell an die Füsse eines tollen Schwimmers heften und mich komplett aus allen Scharmützeln raushalten. In der Reihenfolge sind wir dann auch bis zum Ausstieg geschwommen. Diesmal war es aber echt schnell, sodass ich sogar fast die Füsse des Australiers verloren hätte.

Nach einem gewohnt schnellen Wechsel und dem Sprung aufs Rad ging es für mich wie immer volle Kanne los. Ich wollte möglichst eine kleine Spitzengruppe formen. Zuerst waren wir zu dritt, mit einer grösseren Gruppe dahinter. Da die anderen beiden nicht ganz so gute Beine hatten und wir nicht perfekt harmoniert haben, wurden wir nach ca. 2,5km schon eingeholt und eine ca. 27 Mann grosse Spitzengruppe bildete sich. Leider waren da dann schon viel zu viele von denen dabei, die bei Weltcups gut sind, weil sie sich gerne auf dem Rad ausruhen und schnell laufen können, die aber auf WM-Niveau oft keine Chance haben. Eine Zeit lang habe ich es noch versucht, alle zu motivieren, homogen zusammen zu arbeiten, aber die meisten haben sich einfach am Ende des Feldes ausgeruht so dass wir vorne nur mit ca. fünf Leuten unrhythmisch das Tempo machten. Das war zwar sehr hart, aber immerhin hatten wir noch das Ziel, eine Verfolgergruppe mit noch mehr schnellen Läufern auf Distanz zu halten. Aber just in der letzten halben Runde, als es mir dann auch zu blöd war, fast die ganze Arbeit zu leisten, konnten dann auch die aufschliessen, so dass es mal wieder zu einer 50-Mann Laufentscheidung kam.

Nach dem Radpart war ich dann aber schon sehr kaputt, währen die meisten, die sich hinten ausgeruht hatten, noch schön frische Beine hatten. Am Anfang bin ich erst mal mit der Spitze mitgelaufen, dass war die Anweisung des Trainers. Nach 1,5km konnte ich dem hohen Tempo aber nichts mehr entgegensetzen und verkrampfte so dass ich nach und nach einige Positionen verlor. Ich kämpfte jedoch bis zum letzten Meter und um jeden Punkt. Zum Schluss gab es einen Schlussspurt mit vier Mann, in dem ich zweiter und somit gesamt 19. geworden bin.


Das war sicher nicht das, was ich mir vorgestellt hatte, weil ich mit einer so guten Form an den Start gegangen bin. Aber leider war es mal wieder ein typisches Weltcup-Rennen, in dem die starken Swim-Biker fehlen und es somit ein Lauf-Wettkampf wird. Da ich davor zu sehr das Rennen beeinflussen wollte, konnten dann leider nur die anderen Punkte und Geld abstauben. Ein paar Punkte habe ich aber immerhin noch gesammelt und bin jetzt auf Position 75 der Weltrangliste aufgestiegen. Nächsten Samstag steht dann als Saisonabschluss der letzte Weltcup in Miyazaki, Japan an.


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